Fallbeispiele · Arzthaftungsrecht

Fallbeispiele aus der anwaltlichen Praxis und Rechtsprechung

Anhand ausgewählter Fälle aus der anwaltlichen Praxis und Rechtsprechung zeigen wir typische Konstellationen im Arzthaftungsrecht – sachlich dargestellt, damit Sie besser beurteilen können, ob Ihr Fall Anlass zur Prüfung bietet.

Jeder medizinische Fall ist anders. Die folgenden Beispiele können eine persönliche Prüfung Ihres Falls nicht ersetzen. Sie sollen Ihnen aber zeigen, wie Gerichte und Anwälte typische Fragen im Arzthaftungsrecht beurteilen. Dabei geht es zum Beispiel darum, ob eine Diagnose falsch war, ob notwendige Untersuchungen nicht durchgeführt wurden, ob der Arzt ausreichend über die Behandlung und mögliche Risiken aufgeklärt hat und wann ein Arzt für eine vertretbare Entscheidung nicht haftet.

Ausgewählte Fallbeispiele

Klicken Sie auf einen Fall, um den ausführlichen Sachverhalt, die Kernaussage und das entscheidende Gericht zu lesen.

Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Telefonische Suizidankündigung – ärztliche Reaktionspflicht

Kündigt ein Patient telefonisch einen Suizid an, stellt sich die Frage, ob der behandelnde Arzt verpflichtet war, weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Die Rechtsprechung grenzt hier die ärztliche Verantwortungsbereich ein.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Fehlgedeutete Gefäßaufnahme – Diagnosefehler oder Behandlungsrisiko?

Wird eine angiografische Aufnahme falsch interpretiert und ein tatsächlicher Verschluss übersehen, kann das sowohl auf einem Diagnosefehler als auch auf einem bloßen Befunderhebungsfehler beruhen. Die Abgrenzung entscheidet über die Beweislast.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Falsche Diagnose – nicht jeder Fehler begründet Haftung

Eine fehlerhafte Diagnose allein führt nicht zwangsläufig zu einer Haftung. Erst wenn der Diagnosefehler auf einer Verletzung medizinischer Sorgfaltsmaßstäbe beruht, kommt ein Schadensersatzanspruch in Betracht.

Diagnosefehlerkein Behandlungsfehler
Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehene Bauchfellentzündung nach Magen-Darm-Beschwerden

Ein Patient wird mit unklaren Bauchbeschwerden stationär aufgenommen. Erst nach zwei Wochen zeigt eine Computertomographie eine schwere Bauchspeicheldrüsenentzündung mit Abszess – mehrere Organe müssen entfernt werden. War die späte Diagnostik ein Fehler?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Als Entzündung abgetaner Lungentumor – grober Behandlungsfehler

Ein deutlich sichtbarer Lungentumor wird in der Computertomographie als harmlose Entzündung fehlgedeutet. Erst Monate später wird der Krebs erkannt – da ist eine Operation nicht mehr möglich.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Diagnosekorrektur nicht mitgeteilt – Fehlstellung nach Handgelenksbruch

Ein Radiologe erkennt am Tag nach der Notaufnahme, dass ein Bruch schwerer verschoben ist als zunächst angenommen. Der Patient erfährt davon nichts – die Hand verheilt dauerhaft in Fehlstellung.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Tödliche Streptokokkeninfektion – keine Haftung bei extrem seltenem Krankheitsbild

Ein Hausarzt behandelt vermeintliche Ischialgie-Beschwerden – tatsächlich steckt eine binnen Stunden tödlich verlaufende, weltweit nur äußerst selten beschriebene Infektion dahinter. Musste der Arzt das erkennen?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Verkannter Achillessehnenriss – kein Diagnosefehler bei fehlenden eindeutigen Anzeichen

Ein Sportunfall wird zunächst als Muskelfaserriss behandelt, tatsächlich lag bereits eine Achillessehnenruptur vor. Erst zwei Monate später wird der Riss richtig erkannt. Trotzdem verneint das Gericht bei der Erstdiagnose einen Fehler.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Grundsatzurteil des BGH – objektiv falsche Diagnose ist nicht automatisch ein Fehler

Ein gebrochener Brustwirbel wird zunächst als bloße Prellung eingestuft. Der Bundesgerichtshof stellt klar, unter welchen engen Voraussetzungen eine falsche Diagnose überhaupt haftungsbegründend ist.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehene Einblutung im Auge – keine Pflichtverletzung bei vertretbarer Ersteinschätzung

Trotz Einblutungen im Auge wird zunächst nicht eingegriffen. Erst Wochen später erfolgt die entscheidende Untersuchung – die Patientin erblindet auf einem Auge nahezu vollständig.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Tödliche Bauchfellentzündung nach gynäkologischer Operation nicht erkannt – keine Haftung

Nach einer Gebärmutterentfernung verschlechtert sich der Zustand einer Patientin zunehmend. Sie verstirbt an einer nicht rechtzeitig erkannten Bauchfellentzündung. Das Gericht sieht dennoch keinen Behandlungsfehler.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Vieldeutige Symptome – warum eine gründliche Diagnostik Zeit braucht

Rückenschmerzen, Gewichtsabnahme, Müdigkeit – die Ursache bleibt zunächst unklar. Erst nach einer Gewebeprobe stellt sich heraus: Es ist Leukämie. War die Diagnose zu spät?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehener Bruch nach Hammerschlag – Diagnosefehler statt Befunderhebungsfehler

Ein Bruch am Zeigefinger ist auf dem Röntgenbild sichtbar, wird aber als bloße Prellung gedeutet. Der BGH erklärt, warum es hier auf eine feine, aber wichtige rechtliche Unterscheidung ankommt.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Als Gallenkolik verkannter Herzinfarkt – grober Befunderhebungsfehler

Starke Oberbauchschmerzen werden als Gallenblasenkolik behandelt. Zwei Tage später verstirbt der Patient an einem Herzinfarkt. Das Gericht sieht hierin einen groben Behandlungsfehler.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Nicht weitergegebener Arztbrief – verpasste Chance auf rechtzeitige Behandlung

Ein Facharztbericht mit dringender Untersuchungsempfehlung erreicht den Patienten nie. Jahre später erleidet er eine schwere Hirnblutung. Musste der Hausarzt informieren?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Verkannte Blinddarmentzündung – kein Fehler bei untypischem Beschwerdebild

Über mehrere Tage hinweg wird eine Blinddarmentzündung nicht erkannt, es kommt zum Durchbruch mit schwerer Bauchfellentzündung. Trotzdem sehen die Gerichte hierin keinen Behandlungsfehler.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Vertretbare Fehldiagnose bei erhöhtem Entzündungswert – keine Haftung

Ein erhöhter Laborwert führt zur Diagnose einer bakteriellen Infektion und einer mehrmonatigen Antibiotikatherapie. Später zeigt sich: Die Infektion lag wohl gar nicht vor. War die Behandlung trotzdem fehlerfrei?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehene Diabetes-Warnzeichen – grober Behandlungsfehler mit schwersten Folgen

Extremer Durst, auffälliger Mundgeruch, wiederholte telefonische Hilferufe in der Nacht – trotzdem erkennt der Hausarzt die Diabetes-Erkrankung nicht. Es kommt zum Herz-Kreislauf-Stillstand.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Herzinfarkt nach vermeintlichem Schulter-Arm-Syndrom – kein grober Fehler

Schulter- und Armschmerzen werden zunächst als Verspannung behandelt. Fünf Tage später erleidet der Patient einen Herzinfarkt. War die anfängliche Diagnose ein grober Behandlungsfehler?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Tödliches Hirnaneurysma – keine Pflicht zu weiter führender Diagnostik ohne Warnzeichen

Über Jahre hinweg klagt eine Patientin über Schwindel und Kopfschmerzen. Als ein Aneurysma platzt, verstirbt sie. Musste der Hausarzt vorher ein Kopf-CT veranlassen?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Verpasste Wiedervorstellung nach Verdacht auf Blinddarmentzündung – grober Behandlungsfehler

Der Arzt kann eine Blinddarmentzündung nicht sicher ausschließen, verzichtet aber auf eine klare Anweisung zur Wiedervorstellung. Es kommt zum Blinddarmdurchbruch mit schweren Folgekomplikationen.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehene Schilddrüsenüberfunktion – kein grober Fehler, keine nachweisbare Kausalität

Ein auffälliger Röntgenbefund zur Schilddrüse wird nicht weiter abgeklärt. Monate später verstirbt die Patientin. War das Nichtstun des Hausarztes ursächlich für ihren Tod?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Verkannter Herzinfarkt trotz Vorbefunden – Hausarzt haftet trotz Vertrauens auf Klinikdiagnosen

Zwei Krankenhäuser finden in derselben Nacht nichts Auffälliges. Als der Patient morgens beim Hausarzt vorstellig wird, hätte dieser trotzdem an einen Herzinfarkt denken müssen.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehener Darmtumor – Fehler bejaht, Kausalität für den Tod verneint

Ein auffälliger Laborwert wird nicht weiter abgeklärt. Als der Krebs entdeckt wird, ist er bereits nicht mehr heilbar. War der ärztliche Fehler auch ursächlich für den Tod des Patienten?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Verkanntes akutes Koronarsyndrom – fehlende Notfalleinweisung trotz eindeutiger EKG-Veränderung

Ein Patient mit bekannter Herzerkrankung schildert enormen Brustdruck, das EKG zeigt deutliche Veränderungen. Statt einer sofortigen Notfalleinweisung gibt es nur einen Termin in drei Wochen.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Seltene, rasch verlaufende Endokarditis nicht erkannt – keine Pflicht zur Suche nach seltenen Ursachen

Wochenlang wird eine Verschlechterung des Rückens behandelt, während sich unbemerkt eine lebensgefährliche Herzklappenentzündung entwickelt. Musste der Hausarzt an diese seltene Erkrankung denken?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehene Thrombose nach Leistenbruch-OP – Pflicht zur Phlebographie bei Verdacht

Nach einer Operation klagt eine junge Patientin über anhaltende einseitige Beinschmerzen. Der Hausarzt veranlasst keine weitere Abklärung – dabei hätte der Verdacht auf eine Thrombose sofort eine Gefäßuntersuchung erfordert.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Flimmersehen als Schlaganfall-Vorbote – keine Erkennbarkeit bei untypischem Beschwerdebild

Plötzliches Flimmersehen und ein Tunnelblick-Gefühl werden untersucht, ohne dass sich ein auffälliger Befund zeigt. Zwei Tage später erleidet der Patient einen schweren Schlaganfall mit Locked-in-Syndrom.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Herzinfarkt im EKG übersehen – Diagnosefehler bejaht, Kausalität für den Tod verneint

Ein EKG zeigt eindeutig einen bereits abgelaufenen Herzinfarkt. Der Hausarzt verschreibt trotzdem nur Schmerzmittel und Massagen. Wenige Stunden später wird der Patient tot aufgefunden.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Apallisches Syndrom nach Narkose bei Oberschenkelhalsbruch – kein Behandlungsfehler nachweisbar

Während einer Notoperation nach einem Sturz kommt es zu schwankendem Blutdruck und einer Sauerstoffunterversorgung des Gehirns. Die betagte Patientin erwacht nicht mehr vollständig. War die Narkoseführung fehlerhaft?

kein Behandlungsfehler
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehenes Lungenkarzinom auf Röntgenbild vor Meniskusoperation – keine Pflicht des Anästhesisten

Vor einer harmlosen Meniskusoperation liegt bereits eine Röntgenaufnahme mit Anzeichen für Lungenkrebs vor. Der Anästhesist sieht sie nie zu Gesicht. Musste er das Bild überhaupt prüfen?

kein Behandlungsfehler
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Tödliche Fehlinterpretation eines EKG vor Bandscheibenoperation – Diagnosefehler des Anästhesisten

Ein deutlich auffälliges EKG vor einer Bandscheibenoperation wird nicht richtig gedeutet. Der Patient verstirbt an den Folgen seiner unerkannten Herzerkrankung.

DiagnosefehlerMitverschulden
Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Als Bindehautentzündung verkannter Herpes Zoster – keine Erkennbarkeit im Frühstadium

Kurz vor Reiseantritt wird eine Augenentzündung als harmlose Bindehautentzündung eingestuft. Im Urlaub verschlimmert sich die Erkrankung dramatisch – es handelte sich um eine schwere Herpes-Infektion des Auges.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Erblindung nach Unfall – Behandlungsfehler bejaht, Kausalität für den Sehverlust verneint

Nach einem schweren Sturz wird eine mögliche Schädigung des Sehnervs nicht gezielt untersucht. Der Patient erblindet dauerhaft auf einem Auge. Die Ärzte machten zwar einen Fehler – haften mussten sie trotzdem nicht.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Verlust des Sehvermögens nach Telefonat – keine Pflicht zur sofortigen Einbestellung bei uneindeutigen Symptomen

Ein Patient schildert seinem Augenarzt abends am Telefon Sehprobleme. Der Arzt bestellt ihn nicht sofort ein. Später stellt sich ein Gefäßverschluss im Auge heraus – war das ein Fehler?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehenes Retinoblastom bei Kleinkind – grober Fehler, aber Auge ohnehin nicht zu retten

Ein auffälliges Aufleuchten der Pupille bei einem zweijährigen Kind wird nicht ausreichend abgeklärt. Monate später muss das betroffene Auge wegen eines bösartigen Tumors entfernt werden.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Erblindung eines Frühgeborenen – Kontrollintervall entsprach damaligem Facharztstandard

Ein extrem früh geborenes Kind muss regelmäßig auf eine gefährliche Netzhauterkrankung untersucht werden. Als sich die Erkrankung zwischen zwei Kontrollterminen verschlimmert, erblindet das Kind auf beiden Augen.

kein Behandlungsfehler
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Jahrelange Glaukom-Kontrolle beim niedergelassenen Augenarzt – Vorgehen entsprach dem Standard

Über 14 Jahre hinweg wird eine Patientin wegen eines Verdachts auf grünen Star regelmäßig kontrolliert. Am Ende steht ein weit fortgeschrittenes Glaukom. Hätte sie früher in eine Spezialklinik überwiesen werden müssen?

kein Behandlungsfehler
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Keine Röntgenkontrolle vor Cortison-Injektion nötig – vertretbares Vorgehen im Frühstadium

Bei einem Schulterengesyndrom wird ohne vorherige Röntgenkontrolle Cortison gespritzt. Der Patient wirft dem Chirurgen vor, einen möglichen Sehnenschaden übersehen zu haben.

kein Behandlungsfehler
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übernommene Zweitmeinung verpflichtet zu vollständiger eigener Befunderhebung

Ein Patient sucht in der Krankenhausambulanz eine zweite Meinung zu seiner bereits laufenden Behandlung. Die Assistenzärztin verzichtet darauf, aktuelle Röntgenbilder einzusehen – mit gravierenden Folgen.

BefunderhebungsfehlerMitverschulden
Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Lebensbedrohliche Streptokokkeninfektion nach Geburt – verzögerte Diagnostik als Behandlungsfehler

Nach der Geburt ihres dritten Kindes entwickelt eine Patientin eine schwere Weichteilinfektion. Die notwendige mikrobiologische Abklärung unterbleibt einen ganzen Tag lang – mit verheerenden Folgen.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehene Beinvenenthrombose nach Bänderriss – Wadenschmerzen allein rechtfertigen keine Phlebographie

Nach einem Bänderriss am Sprunggelenk klagt eine Patientin über Wadenschmerzen. Der behandelnde Chirurg verzichtet auf eine weitergehende Gefäßuntersuchung. Wochen später wird eine bereits ältere Thrombose festgestellt.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Versäumte Röntgenkontrolle bei Fußinfektion – Fehler bejaht, letztlich aber ohne Folgen für den Patienten

Eine hartnäckige Fußwunde entwickelt sich über Monate zu einer schweren Knocheninfektion, die schließlich zur Amputation des Unterschenkels führt. Ein medizinisch unverständliches Versäumnis wird festgestellt – war es auch ursächlich?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Schilddrüsenoperation nach ausreichender Voruntersuchung – keine weitere Diagnostik erforderlich

Nach einer Kropfoperation entwickelt eine Patientin einen dauerhaften Calciummangel. Sie wirft dem Chirurgen vor, ohne ausreichende Voruntersuchung operiert zu haben – zu Unrecht, wie sich zeigt.

kein Behandlungsfehler
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Geschwollener, schmerzhafter Daumen – Versäumnis der stationären Überwachung

Ein stark geschwollener, geröteter und schmerzhafter Daumen wird in der Notaufnahme nicht stationär überwacht. Ein frühzeitiges operatives Eingreifen wird dadurch versäumt.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehene Infektion nach Knochentumor-Operation – hohe Entzündungswerte nicht ausreichend kontrolliert

Nach einer Tumor-Operation am Hüftkopf zeigt ein Laborwert das 20-Fache des Normalwerts. Es folgt keine weitere Kontrolle. Wochen später steht eine massive Gelenkinfektion mit bleibenden Folgen fest.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Perforierter Blinddarm nach fehlender Kontrolluntersuchung – einmalige rektale Untersuchung reicht nicht

Ein Patient wird zunächst wegen einer vermeintlichen Magen-Darm-Grippe stationär behandelt. Erst bei deutlicher Verschlechterung stellt sich ein bereits durchgebrochener Blinddarm heraus.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Erste Fehlbeurteilung einer Blinddarmentzündung ohne eindeutige Symptome – kein Fehler

Eine Patientin wird trotz Verdachts auf Blinddarmentzündung zunächst wieder nach Hause geschickt. Als sich am nächsten Tag doch eine Entzündung bestätigt, führen Komplikationen zu einer großen Darmoperation.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Aktive Beobachtung bei Appendizitis-Verdacht – 24 Stunden Abwarten entspricht dem modernen Standard

Statt sofort zu operieren, entscheiden sich die Ärzte bei unsicherem Befund für eine kontrollierte Beobachtung über einen Tag. Ein Gericht bestätigt: Das ist heute medizinischer Standard – nicht mehr die veraltete Praxis von früher.

kein BehandlungsfehlerGrundsatzurteil
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Tödliches Darmkarzinom trotz mehrerer Darmspiegelungen – keine Pflicht zur Biopsie bei bloßem Divertikel

Über zwei Jahre hinweg wird eine Patientin mehrfach im Krankenhaus behandelt, unter anderem mit einer Darmspiegelung. Ein Divertikel wird gefunden, aber nicht biopsiert. Später verstirbt sie an einem inoperablen Darmkrebs.

kein Behandlungsfehler
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Krebstod trotz vollständig entferntem Tumor – keine nachweisbare Ursache für spätere Metastasen

Ein Darmtumor wird operativ vollständig und mit tumorfreien Rändern entfernt. Sechs Jahre später verstirbt die Patientin dennoch an Lebermetastasen. War die damalige Operationsmethode fehlerhaft?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Unnötige Ballenoperation bei einer 13-Jährigen – Fehldiagnose eines Hallux valgus

Bei einem Mädchen mit Fußschmerzen wird ein behandlungsbedürftiger Ballenzeh diagnostiziert und operiert. Nach der Operation sind die Schmerzen größer als vorher – ein Gutachter stellt fest: Es lag gar kein krankhafter Befund vor.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Schwere Hirnschädigung nach Krampfadern-OP – versäumte Kontrolle ohne nachweisbare Folgen

Nach einer Krampfadern-Operation wird ein Medikament zur Thrombose-Vorbeugung verabreicht, ohne den vorgeschriebenen Blutwert zu kontrollieren. Wochen später erleidet die Patientin eine schwere Hirnblutung mit bleibenden Lähmungen.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Nervenschädigung nach Rippenentfernung – keine Pflicht zur Hinzuziehung eines Neurologen

Wegen eines Kompressionssyndroms wird die erste Rippe operativ entfernt. Nach dem Eingriff zeigen sich Lähmungserscheinungen an Hand und Arm. Hätte vorher unbedingt ein Neurologe hinzugezogen werden müssen?

kein Behandlungsfehler
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Tödliche Hirnblutung nach Entzugserscheinungen – dokumentierte Kontrollen ohne Auswirkung auf den Ausgang

Ein Hausarzt diagnostiziert bei einem Patienten Entzugserscheinungen. Wenige Stunden später wird eine massive Hirnblutung festgestellt, der Patient verstirbt. War die fehlende engmaschige Überwachung ursächlich?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Lungenembolie nach Krampfadern-OP trotz bekannter familiärer Thromboseneigung – kein Behandlungsfehler nachweisbar

Ein Patient weist die Ärzte vor seiner Krampfadern-Operation ausdrücklich auf eine familiäre Neigung zu Thrombosen hin. Wochen später erleidet er eine Lungenembolie. Fehlte eine wichtige Blutuntersuchung?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Gehbehinderung nach Sportunfall – Verlegung in Spezialklinik war richtige Entscheidung

Nach einem schweren Kniebruch beim Fußball reißt eine wichtige Beinarterie. Statt selbst zu operieren, verlegen die Ärzte den Patienten in eine Spezialklinik. War die dadurch entstandene Verzögerung ein Fehler?

kein Behandlungsfehler
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Querschnittslähmung nach Aneurysma-Operation – seltene, nicht vorhersehbare Komplikation

Nach der Operation einer lebensbedrohlichen Aussackung der Hauptschlagader wacht der Patient mit einer Querschnittslähmung auf. War eine vorherige Gefäßdarstellung zwingend erforderlich gewesen?

kein Behandlungsfehler
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Vorübergehende Sehstörung nach Reitunfall als übersehenes Warnsignal – Diagnosefehler ohne nachweisbare Kausalität

Nach einem Sturz vom Pferd verschwindet eine kurze Sehstörung von selbst wieder. Der hinzugezogene Augenarzt nennt eine mögliche gefährliche Ursache – der Hinweis wird nicht weiterverfolgt. Stunden später erleidet die Patientin einen schweren Schlaganfall.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Bösartiger Tumor als Kieferschmerz fehlgedeutet – Vertrauen auf radiologischen Befund war zulässig

Ein 14-jähriges Mädchen wird monatelang wegen vermeintlicher Kiefergelenkbeschwerden behandelt. Tatsächlich wächst dahinter ein bösartiger Tumor. Mussten die Kieferchirurgen den fachfremden Röntgenbefund selbst noch einmal überprüfen?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Zweifelhafte Diagnosemethode als Grundlage einer kompletten Gebisssanierung

Auf Basis einer wissenschaftlich nicht anerkannten Diagnosemethode werden einem Patienten sämtliche Zähne abgeschliffen und überkront. Am Ende steht eine grob fehlerhafte, nicht mehr rückgängig zu machende Behandlung.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Kompartmentsyndrom als Beinvenenthrombose fehlgedeutet – vertretbare Diagnose trotz falschem Ergebnis

Nach einer Kieferoperation treten plötzlich starke Beinschmerzen auf. Die Ärzte vermuten zunächst eine Thrombose – tatsächlich liegt ein gefährliches Kompartmentsyndrom vor. War die Fehldiagnose ein Behandlungsfehler?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Wochenlange Schmerzen ohne Operation – vertretbares abwartendes Vorgehen bei unklarem Rückenmarksbefund

Trotz massiver Schmerzen und des Verdachts auf eine gefährliche Rückenmarkskompression warten die Ärzte zunächst ab, statt sofort zu operieren. Erst nach zunehmenden Lähmungen kommt es zur Notoperation.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Seitenverwechslung bei Hirntumor-Operation – unterlassene Angiographie als Behandlungsfehler

Wegen eines Beschriftungsfehlers auf dem Röntgenbild operieren die Ärzte auf der falschen Kopfseite. Eine vorherige Gefäßdarstellung hätte den Fehler aufgedeckt und schwere Sehstörungen verhindert.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Hirnblutung nach Sturz – Computertomographie war nur fakultativ, nicht zwingend geboten

Nach einem Sturz auf den Kopf wird eine Patientin ohne Computertomographie behandelt und entlassen. Wochen später erleidet sie eine schwere Hirnblutung. Hätte sofort ein CT gemacht werden müssen?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Einseitig fokussierte Diagnose bei Rückenbeschwerden – Befunderhebungsfehler durch übersehene Nervenerkrankung

Ein Neurochirurg geht bei Rückenschmerzen nur von einem Bandscheibenvorfall aus und operiert entsprechend. Tatsächlich lag zumindest teilweise eine ganz andere, mit einer einfachen Spritze behandelbare Nervenerkrankung vor.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Zu spät erkannte Nahtundichtigkeit nach Darmoperation – grober Behandlungsfehler mit Beweiserleichterung

Nach einer Darmoperation deuten hohes Fieber, Schüttelfrost und schneller Puls eindeutig auf eine lebensgefährliche Komplikation hin. Die Ärzte reagieren erst zwei Tage später – mit gravierenden Folgen für den Heilungsverlauf.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehene Streptokokkeninfektion nach Schleimbeutelentfernung – grob fehlerhafter Umgang mit Warnbefund

Nach einer kleinen Operation am Schienbein zeigt eine Blutuntersuchung einen dramatisch abgefallenen Leukozytenwert. Der Laborzettel wird mit dem Vermerk „falsche Abnahme" abgelegt – ohne weitere Kontrolle folgt der septische Schock.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Verzögerter Wundabstrich nach Nagelbettentzündung – Behandlungsfehler durch verspätete Erregerbestimmung

Nach der Teilentfernung eines Zehennagels zeigen sich bereits am ersten Tag deutliche Anzeichen einer schweren Infektion. Statt sofort die Erreger zu bestimmen, wird erst Tage später und dann auch noch verzögert reagiert.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Im Gewebe verbliebener Fremdkörper als Bluterguss fehlgedeutet – zunächst vertretbar, später fehlerhaft

Nach einer schweren Verletzung wird eine auffällige Struktur im Ultraschall als gewöhnlicher Bluterguss eingeordnet. Bei einer zweiten Untersuchung hätte längst auffallen müssen, dass sich die Struktur nicht zurückbildet – ein Fremdkörper blieb unentdeckt im Gewebe.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Leicht erhöhter Entzündungswert ohne Warncharakter – fortgesetzte Therapie der Iliosakralgelenkblockierung kein Fehler

Nach jahrelangen Rückenbeschwerden werden bei einer Patientin schließlich mehrere Abszesse festgestellt. Sie wirft ihrem behandelnden Arzt vor, ein leicht erhöhtes Entzündungszeichen ignoriert zu haben – zu Unrecht, wie sich zeigt.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Dramatischer Verlauf einer nekrotisierenden Fasziitis – am Anfang nicht von normaler Wundinfektion zu unterscheiden

Nach einer Leistenbruch-Operation zeigen sich zunächst nur leichte Wundbeschwerden. Was aussieht wie eine gewöhnliche Wundinfektion, entwickelt sich in kürzester Zeit zu einer lebensgefährlichen Weichteilinfektion.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehene Wirbelentzündung nach Bandscheiben-OP – Fehler bejaht, aber ohne entscheidenden Einfluss auf den Ausgang

Nach einer Bandscheibenoperation zeigt eine Röntgenaufnahme bereits Anzeichen einer Wirbelentzündung – die aber übersehen werden. Hätte eine frühere Behandlung die bleibenden Beschwerden tatsächlich verhindert?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Wiederkehrende Schulterinfektion nach Bruchoperation – gutachterlicher Streit über den richtigen fachlichen Standard

Nach einer Schulteroperation kommt es zu einer hartnäckigen Infektion mit mehreren Rückfällen, die schließlich eine Teilentfernung des Oberarmkopfes erforderlich macht. Zwei Gutachter sind sich uneinig, ob die Ärzte konsequent genug vorgegangen sind.

kein Behandlungsfehler
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Anhaltende Schluckbeschwerden nach Lymphknoten-Operation – kein Fehler bei fehlender Kehlkopfspiegelung

Nach einer Tumoroperation im Halsbereich klagt ein Patient über Schluckbeschwerden und eine Schwellung. Die Ärzte untersuchen ihn nur mit Holzspatel und Lampe statt mit einer Kehlkopfspiegelung. Kurz darauf kommt es zu einem schweren Zwischenfall.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Unzureichende Überwachung nach Kropfoperation – beidseitige Stimmbandlähmung als Atemrisiko übersehen

Nach einer Schilddrüsenoperation kann eine Patientin nicht mehr sprechen – ein deutliches Warnzeichen für eine beidseitige Stimmbandlähmung. Statt engmaschiger Überwachung bleibt sie über eine Stunde unbeobachtet, bis es zum Atemstillstand kommt.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehene Bauchfellentzündung nach Magenoperation – Warnzeichen im Röntgenbild zu spät erkannt

Nach einer Operation gegen chronisches Sodbrennen häufen sich die Warnzeichen: anhaltende Schmerzen, Fieber, ein aufgeblähter Bauch und ein im Röntgenbild sichtbarer Erguss in der Lunge. Statt sofort zu reagieren, wird zunächst weiter abgewartet.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Normaler postoperativer Verlauf nach Thymus-Operation – tägliche CRP-Kontrolle nicht erforderlich

Nach der operativen Entfernung der Thymusdrüse wird ein einmalig leicht erhöhter Entzündungswert gemessen. Die Patientin wirft den Ärzten vor, diesen Wert nicht täglich kontrolliert zu haben – zu Unrecht, wie sich zeigt.

kein Behandlungsfehler
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Oberflächliche Einblutung nach Hirnoperation – keine verstärkte Überwachung erforderlich

Nach der Entfernung einer Hirnzyste zeigt eine Kontrollaufnahme eine kleine Einblutung. Kurze Zeit später erleidet der Patient einen schweren Krampfanfall. Hätte er auf die Intensivstation verlegt werden müssen?

kein Behandlungsfehler
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Lymphödem nach Fettabsaugung und Reithosenplastik – Facharztstandard der plastischen Chirurgie maßgeblich

Nach einer kombinierten Fettabsaugung und Straffungsoperation an den Oberschenkeln entwickelt eine Patientin eine dauerhafte Lymphstauung im Bein. Welches Fachgebiet bestimmt, welche Voruntersuchungen vor einem solchen Eingriff nötig sind?

kein BehandlungsfehlerAufklärung
Zum Fall
Anwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Schönheitsoperation auf Basis einer erfundenen Diagnose – Nervenverletzung ohne jede Rechtfertigung

Eine Patientin wünscht sich eine Lidstraffung. Der Chirurg diagnostiziert stattdessen eine behandlungsbedürftige Augenerkrankung – wohl auch, um eine Kostenübernahme der Krankenkasse zu erreichen. Bei der Operation wird ein wichtiger Gesichtsnerv beinahe vollständig durchtrennt.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Lungenbefund bei Darmkrebs-Operation – Vorrang der dringlicheren Behandlung war vertretbar

Neben einem Darmkrebs zeigt sich im CT auch ein verdächtiger Lungenbefund. Die Ärzte verzichten auf eine weitere invasive Abklärung der Lunge und konzentrieren sich zunächst auf die Behandlung des Darmtumors.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Grober Fehler bei übersehener Querschnittslähmung – dennoch keine Haftung mangels Rettungschance

Nach einer Operation bleibt eine komplette Querschnittslähmung über Wochen unerkannt – ein grober Behandlungsfehler, wie das Gericht feststellt. Trotzdem haften die Ärzte am Ende nicht. Wie kann das sein?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Kahnbeinbruch im Röntgenbild nicht erkennbar – keine Pflicht zur Kontrolluntersuchung ohne begründeten Verdacht

Nach einem Sturz auf die Hand zeigt das Röntgenbild keinen Bruch, die Beschwerden sind eher unauffällig. Erst Monate später wird ein Kahnbeinbruch mit beginnender Falschgelenkbildung festgestellt.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Muskelriss nach Sturz auf Röntgenbild nicht erkennbar – kein grober Diagnosefehler bei untypischem Unfallhergang

Nach einem Sturz bei der Arbeit wird ein Bluterguss am Oberschenkel diagnostiziert. Erst Jahre später zeigt eine Kernspintomographie, dass tatsächlich ein Muskel eingerissen war – eine Verletzung, die man im Röntgenbild gar nicht hätte sehen können.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Verpasste Hodenrettung bei Hodentorsion – grober Behandlungsfehler durch unterlassene Notoperation

Drei Ärzte äußern nacheinander denselben dringenden Verdacht: eine Hodentorsion. Trotzdem verzichtet der zuständige Arzt auf die sofort gebotene Operation – mit der Folge, dass der Hoden nicht mehr zu retten ist.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Auge nach Gewehrkolbenschlag entfernt – hervortretender Augapfel durch Trauma erklärbar, kein Tumorverdacht geboten

Nach einem Schlag ins Gesicht tritt ein Augapfel sichtbar hervor. Zwei Jahre später wird ein ausgedehnter Tumor in der Kieferhöhle entdeckt, der das Auge kostet. Hätten die Ärzte früher an einen Tumor denken müssen?

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Typisches Beschwerdebild eines Tarsaltunnelsyndroms ignoriert – Behandlungsfehler durch unterlassene Abklärung

Kribbeln, ein Einschlafgefühl und abendliche Schwellungen im Fuß sind ein klassisches Beschwerdebild für eine bestimmte Nerveneinengung. Statt dem nachzugehen, wird die Behandlung einfach für abgeschlossen erklärt.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Übersehene Sehnenverletzung an der Hand – grober Behandlungsfehler durch unterlassene Kontrolle

Nach einer Schnittverletzung am Finger bleiben Schwellung und Bewegungseinschränkung länger bestehen, als bei einer einfachen Wunde zu erwarten wäre. Der Arzt verzichtet trotzdem auf jede weitere Kontrolle oder Abklärung.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Auf zwei Röntgenbildern übersehene Fersenbeinfraktur – fundamentaler Diagnoseirrtum als grober Behandlungsfehler

Gleich zwei verschiedene Ärzte übersehen nacheinander denselben, auf dem Röntgenbild eindeutig sichtbaren Bruch. Die Patientin wird wochenlang wegen einer bloßen Verstauchung behandelt – mit der Folge einer inoperablen Fraktur und eines Morbus Sudeck.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Unklarer neurologischer Befund nicht weiterverfolgt – Chirurg bleibt trotz Facharzt-Konsil in der Verantwortung

Ein hinzugezogener Neurologe kommt zu keinem eindeutigen Ergebnis. Der behandelnde Chirurg belässt es dabei, statt selbst für eine weiterführende Abklärung zu sorgen – mit der Folge, dass ein Gehirntumor unentdeckt bleibt.

Zum FallAnwalt für Behandlungsfehler und Arzthaftungsrecht

Unzureichend versorgte Schnittwunde am Unterarm – Verstoß gegen Grundsätze der Handchirurgie mit Amputationsfolge

Eine tiefe Schnittwunde am Unterarm wird ohne ausreichende Untersuchung der Nerven, ohne Wunddrainage und in falscher Gipsstellung versorgt. Über Jahre folgen zahlreiche Operationen – am Ende steht die Amputation des Unterarms.

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Unklares Rückentrauma ohne Röntgenkontrolle – aus einfachem Fehler wird grober Behandlungsfehler

Ein schwer alkoholisierter Patient wird nach einem Sturz mit massiven, nicht näher lokalisierbaren Schmerzen aufgenommen. Erst Tage später, nach dem Auftreten alarmierender Lähmungszeichen, wird die Wirbelsäule überhaupt geröntgt.

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Rückläufige Beschwerden nach Handgelenksverstauchung – keine Pflicht zu erneuter Röntgenkontrolle

Nach einem Arbeitsunfall zeigt das erste Röntgenbild keinen Bruch, die Beschwerden gehen zurück. Erst Jahre später stellt sich heraus: Es lag doch ein Kahnbeinbruch vor. Hätte man das früher erkennen müssen?

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Achillessehnenteilruptur als Muskelfaserriss behandelt – nur eine Kernspintomographie hätte Klarheit gebracht

Wochenlang wird eine Wadenverletzung als Muskelfaserriss behandelt. Erst nach einem weiteren Sturz stellt sich eine Achillessehnenruptur heraus. War die ursprüngliche Diagnose falsch – und hätte das überhaupt einen Unterschied gemacht?

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Eine Woche verschenkt – verzögerte Röntgenkontrolle bei starkem Druckschmerz am Handgelenk

Bei einer Nachuntersuchung wird ein stark druckempfindliches Handgelenk dokumentiert – doch statt sofort zu reagieren, wartet der Arzt eine weitere Woche ab. Erst dann bestätigt sich eine bereits länger bestehende Kahnbeinfraktur.

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Komplizierter Trümmerbruch am Knie – Röntgenbilder müssen kein lückenlos exaktes Schadensbild liefern

Nach einem Skiunfall wird ein komplizierter Trümmerbruch operiert, obwohl die Röntgenbilder das volle Ausmaß der Verletzung nicht exakt zeigen konnten. Mehrere Folgeoperationen und schließlich ein künstliches Kniegelenk werden nötig.

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Übersehener Glassplitter in der Hand – kein Diagnosefehler, aber Behandlungsfehler durch fehlendes Röntgenbild

Nach einem Sturz in Glasscherben werden sowohl eine Nervenverletzung als auch mehrere Glassplitter in der Hand übersehen. Während die Nervenschädigung für den Arzt kaum erkennbar war, hätte ein einfaches Röntgenbild die Splitter zuverlässig sichtbar gemacht.

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Schwer erkennbarer Schädelbasisbruch übersehen – Diagnosefehler ohne nachweisbare Todesursächlichkeit

Nach einem Verkehrsunfall wird auf dem Röntgenbild ein feiner, kaum sichtbarer Bruch der Schädelbasis übersehen. Der Patient verstirbt später – doch war der übersehene Bruch wirklich die Todesursache?

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Wirbelbruch als Prellung fehldiagnostiziert – Behandlungsfehler bejaht, Kausalität für die Beschwerden verneint

Nach einem Sturz vom Klettergerüst wird ein auf dem Röntgenbild eindeutig sichtbarer Wirbelbruch als bloße Prellung abgetan. Erst über ein Jahr später wird die Fraktur erkannt. Sind die anhaltenden Rückenschmerzen die Folge des Diagnosefehlers?

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Verkannte Fingergelenk-Verrenkung – Behandlungsfehler bejaht, aber Kausalität und grober Fehler verneint

Eine auf dem Röntgenbild sichtbare Gelenkverrenkung am Ringfinger wird übersehen. Statt einer notwendigen Operation gibt es nur eine Fingerschiene. Ob die spätere Versteifung wirklich Folge dieses Fehlers ist, bleibt am Ende ungeklärt.

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Auf Röntgenbildern nicht erkennbare Schädel-Kalottenfraktur – kein Behandlungsfehler bei fehlenden Alarmsymptomen

Nach einem Sturz vom durchgehenden Pferd erkennt das Röntgenbild keinen Bruch. Erst Tage später wird per Computertomographie eine Schädelfraktur festgestellt. Hätte sofort ein CT gemacht werden müssen?

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Übersehene Bandzerreißung im Handgelenk – Diagnosefehler bejaht, Kausalität und grober Fehler verneint

Gleich mehrere Fachärzte übersehen nacheinander dieselbe, im Röntgenbild eigentlich erkennbare Bandverletzung im Handgelenk. Am Ende bleibt trotzdem offen, ob eine frühere Operation überhaupt geholfen hätte.

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Hirntumor über Jahre nicht erkannt – Bildgebung war nach damaligem Standard nicht geboten

Über Jahre hinweg wird eine Patientin wegen Schwindel und einer plötzlichen Bewusstlosigkeit behandelt, ohne dass ihr Gehirn erneut bildgebend untersucht wird. Erst Jahre später wird ein faustgroßer Tumor entdeckt.

DiagnosefehlerBefunderhebung
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Übersehener Mittelhandbruch nach Treppensturz – unzureichende körperliche Untersuchung als Behandlungsfehler

Nach einem Treppensturz wird eine deutlich sichtbare Beule an der Hand trotz Hinweises der Begleitperson übersehen. Erst über drei Wochen später und nach einem Urlaub wird der Bruch schließlich erkannt – zu spät für eine einfache Behandlung.

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Nicht sichtbare Mittelfußfraktur nach Beachvolleyball-Unfall – zweiwöchiges Zuwarten unter Entlastung war vertretbar

Gleich zweimal zeigt das Röntgenbild keinen Bruch. Statt sofort ein CT zu veranlassen, wird zunächst unter Entlastung abgewartet. Erst eine Kernspintomographie beim niedergelassenen Arzt bringt schließlich Klarheit.

DiagnosefehlerBefunderhebung
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Riss der langen Bizepssehne als äußerste Rarität übersehen – keine Pflicht zur zusätzlichen Untersuchung

Nach einem Sturz von der Leiter wird ein Sehnenriss am Ellenbogen operiert. Der Patient behauptet, eine zweite, viel seltenere Sehnenverletzung an der Schulter sei dabei übersehen worden.

DiagnosefehlerBefunderhebung
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Nervenkompression nach Handgelenksbruch – rechtzeitige neurologische Untersuchung durch Behandlungsabbruch selbst vereitelt

Nach einem komplizierten Handgelenksbruch treten wiederholt Sensibilitätsstörungen an den Fingern auf. Eine neurologische Abklärung hätte zwar irgendwann erfolgen müssen – der Patient bricht die Behandlung jedoch vorher selbst ab.

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